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Rad fahren kann extrem sein. Neben dem normalen Fahrrad fahren gibt es eine neue Funsportart, die Jugendlichen den Kick gibt: „Dirtbiken“
Jeder kennt Mountainbikes, die im Gelände Spaß machen. Dirt Bikes sind eine Nummer härter und bringen absolute Power im Downhill-Bereich. Sie gleichen dem BMX-Rad und werden ähnlich eingesetzt. Das Besondere an Dirt Bikes ist, dass ihr damit Sprünge über Erdhügel oder Schanzen machen könnt. Daher kommt auch der Begriff dieser neuen Funsportart, die auch "Dirtjump" genannt wird.
Manche kleinere Hügel oder Schanzen sind häufig in Parks zu finden, so dass ihr sanft einsteigen könnt. Erst einmal ist langsam rumfahren angesagt, um ein Gefühl für das Bike zu bekommen. Ihr werdet ziemlich schnell herausfinden, was es drauf hat.
Die Sprünge machen wirklich irre viel Spaß, sind aber auch gefährlich, weil es ähnlich wie beim Skateboard fahren zu Verletzungen kommen kann. Ein Helm und weitere Schutzkleidung sollten ein Muss sein.
Kathi (19), auf dem Foto zu sehen, weiß ganz gut darüber Bescheid:
Hast du Dirt Bikes ausprobiert?
Kathi: Eins ja.
Ist es gefährlich oder bringt es Spaß?
Kathi: Beides, aber es kommt darauf an, wo du fährst.
Und wo fährst du?
Kathi: Ich fahre manchmal Downhill und hab´ Sprünge probiert. Downhill habe ich in Halde Oberaden bei Bergkamen (NRW) gemacht. Da wird jetzt auch ein Bikepark gebaut.
Wie fühlte es sich für dich als Einsteigerin an?
Kathi (lacht): Beängstigend. Also wenn du da oben am Hang stehst, ist alles gut. Aber sobald du dann auf dem Bike drauf sitzt und den Vorderreifen schon an der Steigung hast, geht es tiiiief abwärts. Du liegst dann quasi auf dem Lenker. Weißt du, was ich meine?
Und wie ist die Abfahrt?
Kathi: Bei Anfängern ist die Abfahrt entweder langsam, weil sie die ganze Zeit bremsen oder mega-schnell. Sie landen dann auch relativ bald auf der Nase. Wenn man ein wenig Übung hat, kann man einschätzen, wann man ein bisschen abbremsen muss, um nicht auf der Nase zu landen.
Kommt es oft zu Verletzungen?
Kathi: Es kommt schon mal zu fiesen Verletzungen. Vor allem, wenn man sich überschätzt.
Was würdest du Einsteigern raten?
Kathi: Du solltest halt als Anfänger nicht direkt die krasseste Abfahrt beim Downhill nehmen.
Gibt es Lehrer fürs Dirtbiken?
Kathi: Es gibt Camps, wo man das lernen kann. Ob es Vereine gibt, weiß ich nicht genau, denke aber schon. Die Camps gibt's halt auf jeden Fall, so wie fürs Skaten, BMX, Surfen usw.
Also meinst du, dass auch Einsteiger Dirtbiken lernen können, wenn sie nur vorsichtig sind?
Kathi: Jeder hat irgendwann mal angefangen, oder? Man kann es definitiv lernen, aber man muss halt schon ein bisschen auf den Adrenalin-Kick stehen. Das ist nicht unbedingt für jeden etwas.
Ist man schnell aus der Puste?
Kathi: Wenn du den Hügel vorher hochfährst, ja, wenn du schiebst eher weniger und wenn du z.B. in Winterberg bist, dann gibt´s Lifts, so ein Sessellift wie beim Skifahren und für die Bikes so einen Haken.
Hast du ein paar Tipps für unsere Leute hier auf muko.net?
Kathi: Einfach ausprobieren! Vielleicht zu Beginn erstmal versuchen, sich selbst einzuschätzen....wenn man z.B. schon Angst hat Inliner oder Schlittschuh zu fahren oder mit einem Bike ´nen Bordstein runterzufahren oder zu springen, sollte man nicht unbedingt Dirtbiken als Sport wählen. Aber wenn man sich immer ein bisschen mehr wagt, seine Ängste überwindet und auf den Adrenalin-Kick steht (das gilt eigentlich für alle Extremsportarten), dann sollte man das auf jeden Fall mal ausprobieren.
Klingt gut.
Kathi: Ja, und wer ein Mountainbike hat, kann ja auch mal auf einen Hügel in der Umgebung fahren.
Stimmt, ist auch weniger gefährlich.
Kathi: Aber das macht auch Spaß und vielleicht wollen sie dann auch mehr. Also das würde ich halt erstmal testen an deren Stelle, und wenn ihnen das dann gefällt und sie nicht zu viel Angst haben, ist alles gut.
Ich glaube, dass ein bisschen Angst nicht schadet, weil es dann auch immer wieder ein Erfolgserlebnis ist, wenn man sie überwunden hat.
Dein Wort zum Schluss?
Kathi: Beim Sport gibt es eine Regel: Es soll Spaß machen!
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